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Wer war diese wichtige Dame?


Diese Frau muss wichtig sein. Oder ihr Mann. Denn die Polizei nimmt ihren Fall sehr ernst. Und fahndet mit viel Energie nach dem Ganoven, der der Dame mitten in Düdelingen am helllichten Tag ihr Handy aus der Hand riss und dann die Flucht ergriff. Eine Fahndung wurde sofort eingeleitet, ohne Erfolg. Dabei hat die Polizei eine komplette Täterbeschreibung herausgegeben. Aber egal wie wichtig diese Frau nun war oder ist, die Hemmschwelle der Luxemburger Autoritäten etwas zur Hautfarbe oder ethischer Zuordnung des Kleinkriminellen verlauten zu lassen, ist dann doch geblieben.


De Mann ass ongeféier 1,70 Meter grouss a "stämmeg" gebaut. Hien hat eng däischterblo Reejackette, eng däischterblo Jeansbox, gro Schong an eng blo, chirurgesch Mask un.


Noch mal zur Erinnerung: Es geht um einen Handyraub auf offener Straße. Wie er Tag für Tag vorkommt. Ohne Verletzten, ohne Gewaltanwendung. Ein so gewöhnlicher Fall, dass man nie den ganzen Polizeiapparat in Bewegung setzt, so schnell reagiert und praktisch eine Großfahndung anlaufen lässt. Fehlte nur noch Interpol! Aber die Beschreibung des Täters hat es in sich, trägt bestimmt zu seiner Identifikation bei: „Ungefähr 1,70 groß“ (also zwischen1,60 und 1,80), „stämmig“ (also so gebaut wie neunzig Prozent der Luxemburger Einwohner), mit „dunkelblauer Regenjacke und dunkelblauer Jeans“ bekleidet (eine Allerweltskleidung),


„graue Schuhe (also dunkelblau, schwarz oder einfach dreckig) und, das Tüpfelchen auf dem i, eine blaue Chirurgenmaske im Gesicht, die nicht nur die meist getragene Maske weltweit ist, sondern die man auch ausziehen kann. Der Täter ist also nicht mit dieser Maske durch ganz Düdelingen gedüst.


War der Täter von weißer oder schwarzer Hautfarbe? Vielleicht braun? Das erfährt der Leser dieses Aufrufes nicht. Dagegen kommt auch die Wichtigkeit der jetzt handylosen feinen Dame nicht an.

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