top of page

Skandalhof Luxemburg - Drei Fragen an Jean Nicolas


-Warum gerade jetzt diese journalistische Attacke gegen den Hof?

Weil es jetzt genug ist. Seit ich mich mit dem Hof beschäftige - und das zieht sich immerhin über rund vierzig Jahre-, kam da nie Ruhe hinein und wir Journalisten, Kommentatoren oder auch Politiker nahmen diese skandalträchtige und auch manchmal einfach nur skandalöse Attitude dieser Sippe hin. Nach dem, was jetzt kurzfristig in den letzten Jahren am Hof passiert ist, braucht es eine gnadenlose Abrechnung. Und obschon ich einige der Kontrahenten auch persönlich kenne, komme ich nicht umhin, mit großem Geschütz dazwischen zu fahren.


-So wie Sie es darstellen, ist dieser Hof doch ein gefundenes Fressen für jeden etwas investigativen Journalisten…

Ganz richtig! Nur zögert die Luxemburger Presselandschaft, sich zu bedienen. Ich glaube, dass man bei der Lektüre des Buches die sehr besondere Welt des kleinen Luxemburger Kosmos verstehen wird und so manche „Kollegen“ und Verlagshäuser einfach zu viel mit einem hofkritischen Buch zu verlieren hätten. Um so ein Buch zu schreiben muss man schon - um den Ex-Vorstandsvorsitzenden des FC Bayern München zu zitieren - Eier haben und nicht abhängig von den weitgespannten Netzwerken des Hofes sein.


-Sie lehnen jegliche Form von Monarchie ab?

Ja, auf jeden Fall! Ich lehne vor allem - und das ist nicht nur ein Merkmal der Monarchie -, Favoritismus, Nepotismus und alle anderen Bevorzugungen ab. Und da stehen mir die Haare zu Berge, wenn ich bedenke, dass ein Samenerguss während eines Liebesaktes dazu führt, dass das entstandene Kind Jahre später ein Volk leiten soll, egal ob dieses Kind nun gut oder schlecht heranwächst, dumm oder gescheit ist, redegewandt oder nicht.


DIE VERKOMMENE MONARCHIE - Jetzt vorbestellen

Comentários


bottom of page