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Servus, Franz!

In meinem damaligen Büro in Walferdingen beim Studieren eines unserer Presseprodukte.


Eigentlich gibt es nichts mehr zum Tod von Franz Beckenbauer zu sagen. Tausende von Artikel sind in den letzten Tagen über die Lichtgestalt des Weltfussballs erschienen.


Und trotzdem… Mein erstes und intensivstes Treffen mit dem „Kaiser“ fand 1980 statt. Hier in Luxemburg. Beckenbauer war auf Einladung unseres Verlages zu einer Ganztagsvisite nach Luxemburg gekommen. Kostenpunkt des damaligen Cosmos New York-Spielers: immerhin 100.000 Luxemburger Franken. Finanziert durch Sponsoren, unter anderen „Cactus“, wo der Ausnahmespieler eine Stunde lang Bälle unterzeichnete. Danach hatte ich die Gelegenheit, ihn mit zu meinem einstigen Herzensverein Résidence Walferdingen zu nehmen und vor allem, ein längeres Gespräch mit ihm in meinem Büro zu führen. Er war nicht nur sympathisch und freundlich, sondern vor allem erstaunlich gebildet. Das war’s dann wohl?

Nein! Unsere Wege kreuzten sich noch mehrmals, viele Jahre später in der Allianz-Arena in München. Natürlich erinnerte er sich nicht mehr an meinen Namen, aber noch an seinen Aufenthalt in Luxemburg. Und war wieder der freundliche und sympathische Bekannte, auch wenn die Beziehung auf Smalltalk-Niveau blieb.


Als mich die Nachricht seines Todes erreichte, gab sie mir einen Stich ins Herz. Auch ich konnte mich über all die Jahre nicht seiner außergewöhnlichen Strahlkraft entziehen. Vor fast sechzig Jahren habe ich ihn mit dem FC Bayern am Aachener Tivoli spielen sehen. Mit Müller, Maier, usw. Jetzt haben wir ihn bei einer großen Feier für immer verabschiedet.

Er wird dem Fußball fehlen.


JN


Auf dem Spielfeld des FC Résidence in Walferdange.

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