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Scheißfußball


Ich glaube, ich war einer der begeistertsten Fußballfans, die es gibt. Kein Spiel entging mir, im Fernsehen, im Stadion, kein Bericht blieb ungelesen, keine Vorschau oder Nachschau unbeachtet. Bis vor der Pandemie war ich praktisch jedes Wochenende unterwegs, auch unter der Woche, um mir live Spiele an den vier Ecken Europas, der Bundesliga oder der Ligue 1 anzusehen. Bekannte Stadien in England oder Spanien sind mir vertraut. An Einsatz fehlte es mir also nicht.


Heute fahr ich –die Pandemie hat eigentlich diesen Negativ-Stein ins Rollen gebracht- nirgendwo mehr hin, um mir ein Fußballspiel anzugucken. Weder am Wochenende noch in der Woche. Die Lust an Fußball ist mir ganz einfach vergangen. Die blöden und unverständlichen Reaktionen so vieler Vereine und ihrer Spieler auf die Hamas-Sauereien bestätigen mich nur in meiner neuen Meinung über Fußball. Einem Benzema (Real)oder Ösil (Ex-Nationalspieler Deutschlands), El Ghazi (Mainz) oder Masraoui (Bayern München) zujubeln? Nichts für mich. Die Mätzchen eines Neymar, die Weltfremdheit eines Messi, die unverschämte Schuldenpolitik des FC Barcelona, die sich immer steigende Dummheit vieler Startrainer, die Eingebildetheit und Arroganz der Spieler im Allgemeinen, das skandalöse Auftreten der sogenannten Stars, deren nicht mehr zu rechtfertigenden Gehälter, die Hochnäsigkeit und Korruptheit der FIFA mit diesem unsäglichen Glatzkopf an der Spitze, die immer besitzergreifenderen Nahost-Staaten, die Fußballstars halten wie andere Rennpferde, die extreme Kommerzialisierung, die nie aufhören wird, nichts für mich.


Ich hab mit Fußball abgeschlossen. Ich werde seinen Vertretern und Stars nicht mehr zujubeln. jn

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