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Neue Drogenpolitik: Schwachsinn in Tüten


Da hat wohl ordentlich Cannabis-Qualm in der Luft gehangen, als die blau-rot-grüne Koalition das neue Cannabis-Gesetz beschlossen hat. Denn anders ist das neue „Gesetz“ der Gambia-Regierung nicht zu erklären. Ein Gesetz, dass man sich hätte auch sparen und den Konsum generell legalisieren können!


Jeder Erwachsene in Luxemburg kann nun vier Cannabis-Pflanzen für den Eigenkonsum anbauen. Und schon kommt die erste Lächerlichkeit: Man darf nur Samen von anerkannten Herstellern verwenden und nur dann, wenn auf der Verpackung auf die gesundheitlichen Risiken hingewiesen wird! Dann, und nur dann, ist Kiffen in den eigenen vier Wänden mit der eigenen Plantage erlaubt. Ob sich die Cannabis-Gärtner im Wohn- oder Schlafzimmer an die vorgeschriebenen vier Pflanzen halten? Ob sie die Herkunft und Verpackung tatsächlich berücksichtigen? Überprüfen lässt sich der Anbau und der Kauf von „legalen“ Samen jedenfalls nicht!


Die nächste Lächerlichkeit: Nur Erwachsene dürfen Kiffen, und auch nur dann, wenn sich kein Minderjähriger in der Wohnung ist. Mal sehen, ob die kiffenden Eltern im Winter ihre Kinder in die Kälte schicken, wenn sie sich einen Joint reinziehen wollen? Und ob sie nachher die Wohnung auch ordentlich lüften, bevor die Kinder wieder in die von Cannabis geschwängerte Luft der Wohnung dürfen? Auch das lässt sich in natürlich in keiner Weise überprüfen!


Lächerlichkeit Nummer Drei: In der Öffentlichkeit bleibt der Konsum verboten. Man verlagert also das Drogen-Problem aus der Öffentlichkeit in die Wohnungen. Begründung der völlig naiven Justizministerin Sam Tanson (Déi Gréng): „Die Risiken hinsichtlich der Herkunft und des Gebrauchs von Cannabis zu verringern und die Kriminalität zu reduzieren.“


Das würde nur funktionieren, wenn die Cannabis-Raucher tatsächlich auf die Herkunft ihres Krauts achten würden. Doch auch hier werden Angebot und Nachfrage sowie der Preis eine Rolle spielen – nicht die Herkunft. Und ob der häusliche Cannabis-Bauer sein Produkt nicht mit irgendwelchen Mittelchen streckt? Wer will es überprüfen?


Klar wird die „Kriminalität“ reduziert, weil es an jeglicher Kontrolle fehlt. Und wenn man dann auch noch, wie Gambia, hingeht und eine gerichtliche Strafverfolgung von öffentlichem Kiffen auf eine banale Geldstrafe von 25 Euro reduziert, kann die an cannabisrauchende Gutmenschen glaubende Justizministerin Sam Tanson auch noch mit einer aufgehübschten Kriminalitätsstatistik aufwarten.


Warum also eigentlich noch ein Gesetz, dass man eh nicht kontrollieren kann? Dann doch lieber Cannabis grundsätzlich legalisieren. Was letztendlich von Gambia in letzter Konsequenz ihrer neuen Drogenpolitik eh gewünscht ist.

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