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Medikamentenengpass im Winter!



Die Zeiten, in der das Gesundheitsministerium den eklatanten Medikamentenmangel in Luxemburg herunterspielte, sind offensichtlich vorbei. Die Situation in Luxemburgs Apotheken ist inzwischen so dramatisch, dass das Gesundheitsministerium jetzt selbst Alarm schlägt: In Luxemburg werden spätestens im Winter die Arzneimittel knapp. „In Anbetracht der aktuellen Situation ist das sehr wahrscheinlich“, so das Gesundheitsministerium.


Alain De Bourcy, Präsident des Apothekerverbands, hebt besonders die mangelnde Versorgung mit Antibiotika wie Augmentin oder Penicillin hervor. Für den Winter ganz schlecht: fehlende Hustensäfte, insbesondere für Kinder. „Und dies, obwohl die Nachfrage seit Frühlingsbeginn zurückgegangen ist“, so der Apotheker-Boss.


Doch das ist nur die Spitze eines Eisbergs! Luxemburg hängt bei Medikamenten von Belgien ab. Laut Febelco-Gruppe, Belgiens größtem Medikamentenlieferanten, sind derzeit insgesamt 1.239 Medikamente nicht verfügbar. Schon lange ist in Luxemburg keine sichere Medikamentenversorgung mehr gewährleistet. Seit mindestens drei Jahren dümpelt die pharmazeutische Versorgung am Rande des Zusammenbruchs (PRIVAT berichtete). Doch nun nimmt der Mangel apokalyptische Ausmaße an. Denn bereits heute ist die Versorgung von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln von Gynäkologie, Herz-Kreislauf-Problemen, Antibiotika, Dermatologie und Augenheilkunde sowie anderen medizinischen Fachbereichen gefährdet. Wie soll es dann erst im Winter in Luxemburg aussehen?

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