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Luxemburger Bauherren im Grenzgebiet unbeliebt


Die extrem teuren Mieten und Grundstückspreise treiben seit Jahren immer mehr Luxemburger ins Ausland. Überall schießen neue Wohnviertel aus dem Boden, die ausschließlich von Luxemburgern bewohnt werden und inzwischen eine Subkultur bilden. Luxemburgische Neubaugebiete sind leicht von denen der Belgier, Deutschen oder Franzosen zu unterscheiden. Denn hier stehen große, repräsentative, moderne Gebäude. Mit großem Garten, teils sogar mit Swimmingpool. Vor den Doppelgaragen parken teure Wagen mit gelbem Kennzeichen. Dagegen sind die Häuser der Einheimischen „Hundehütten“, die Gärten eine „Briefmarke“ und die teils in die Jahre gekommenen Autos verschwinden in der Garage. Das macht Luxemburger im Ausland nicht gerade beliebt. Hinzu kommt, dass Luxemburger den Einheimischen für teures Geld die Grundstücke wegkaufen und die Grundstücks- wie Mietpreise in die Höhe treiben.


Am Dorf- oder Vereinsleben nehmen Luxemburger nur selten teil. Ein Eintritt in den örtlichen Musikverein oder die Freiwillige Feuerwehr scheint undenkbar. Ihr Bezugspunkt bleibt das Großherzogtum – mit Freunden, Bekannten und Verwandten. Viele haben auch weiterhin eine Meldeadresse im Großherzogtum, nehmen aber die Infrastruktur, Ärzte, Kindergärten, Schulen und Supermärkte ihrer neuen Gemeinde in Anspruch. Förderlich für die nachbarschaftlichen Beziehungen ist das alles nicht.


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