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Luc Holtz: Keiner wollte ihn, aber er bleibt


Keiner –auch in den gehobenen Sphären der FLF- wollte eigentlich noch weiter mit ihm zusammenarbeiten. Die Nicht-Verlängerung seines jetzt auslaufenden Vertrages war eigentlich beschlossene Sache. Doch dann heißt es trotzdem plötzlich: es geht weiter mit Luc Holtz. Für die nächsten zwei Jahre wenigstens.


Was auf den ersten Blick logisch erscheint –Holtz hat unheimlich viele Erfolgserlebnisse mit der Nationalelf gefeiert, das Team auf ein anderes Niveau gestellt – ist allerdings auf den zweiten Blick sehr bitter. Denn auch Erfolge machen aus einem Trainer keinen besseren Menschen. Hat man vielleicht diese Leistung trotz Holtz gebracht? Trotz der von ihm ausgehenden permanenten Spannung im menschlichen Bereich? Trotz seiner vielen Taktik-Fehler, seiner zahlreichen Ungereimtheiten, seiner Art, sich mit Spielern zu überwerfen, sie rauszuschmeißen und sie dann wieder bei Bedarf zu integrieren? Seine Wechselfehler, seine Missgriffe beider Aufstellung konnten eigentlich oft nur durch das große Talent seiner Spieler (über die kein vorheriger Nationaltrainer verfügte), unter denen noch viele „Produkte“ des einstigen Trainers Rainer Breu sind, kompensiert werden.


Seine Kontraktverlängerung ist logisch. Nur: Tut sie auch der Mannschaft gut?

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