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Krankenpflege: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!


Krankenschwestern und Krankenpfleger – Sie haben alle die gleiche Ausbildung, das gleiche Wissen und den gleichen, harten Job. Dennoch werden sie völlig unterschiedlich bezahlt, haben unterschiedliche Ruhezeiten und unterschiedlich bezahlte Urlaubstage. Denn Pflegekräfte im Krankenhaussektor verdienen deutlich mehr als ihre Kollegen bei privaten Pflegedienstleistern. Grund sind unterschiedliche Tarifverträge. Das soll sich endlich ändern!


Denn dem Luxemburger Gesundheitssektor fehlen aktuell mindestens 2.760 Pflegekräfte. 1.980 im Bereich der privaten Pflegeunternehmen, 780 in den Krankenhäusern. Die finanzielle Unterscheidung zwischen privaten und staatlichen Institutionen sei ein Grund für den Fachkräftemangel im Gesundheitssektor. „Der Gehaltsunterschied behindert die Rekrutierung in diesem Beruf“, meinen alle Beteiligten.


Doch nun bewegt sich im Gesundheitssektor etwas. Die Gewerkschaften OGBL, ANIL (National Association of Nurses) und COPAS (Gruppe von Anbietern von Hilfs- und Pflegediensten für ältere, kranke, behinderte Menschen zu Hause oder in Institutionen) wollen diese Ungerechtigkeit endlich beseitigen und den Pflegesektor damit attraktiver machen.


Insbesondere weil bereits jetzt schon 65 Prozent der Luxemburger Pflegekräfte aus Belgien, Deutschland und Frankreich kommen. Auch hier herrscht Pflegekräftemangel und man lockt mit höheren Gehältern, flexibleren Arbeitszeiten und hohen Prämien zwischen 5.000 (Deutschland) und 7.000 Euro (Belgien) bei einem Wechsel.


Die Gewerkschaften sind sich jedenfalls einig: gleicher Lohn für gleiche Arbeit! Mit Hochdruck arbeitet man an einem einheitlichen Tarifvertrag. „Komplex aber nicht unmöglich“, sagen sie. Doch letztendlich hat Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) noch ein Wörtchen mitzureden. Aber im Gesundheitsministerium herrscht sommerliche Stille!

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