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Klima: Hummeln sterben aus – Giftspinnen verbreiten sich


Ganz schlechte Nachrichten für Luxemburgs Natur und folglich auch für den Menschen. Der Klimawandel wirkt sich immer deutlicher sowohl auf die Vegetation als auch auf die heimischen Tiere aus. „Die Vegetation ist die Erste, die leidet“, so Biologin Doktor Lieke Mevis, Vorstandsmitglieder der Organisation „natur&ëmwelt“. „Das hat direkte Auswirkungen auf die Insekten, denn neben dem Wassermangel fehlt es ihnen auch an Nahrung und Unterschlupf.“ Luxemburgs Experten stellen fest, dass „die Hummeln immer seltener werden.“ Dafür verbreitet sich die hochgiftige Spinne „Falsche Witwe“ in Luxemburg immer weiter.


Das macht wirklich Sorge. Denn Luxemburg sterben die Hummeln weg. Die friedlichen, dicken Brummer sorgen mit den Bienen dafür, dass Pflanzen bestäubt werden und sorgen damit für heimisches Obst und Gemüse. Dass könnte ohne Hummeln knapp werden. Untersuchungen sterbender Hummeln legten nun die Todesursache offen: Massensterben durch Verhungern! Hauptgrund für das Hummelsterben ist Nektarmangel im Hochsommer, ausgelöst durch immer steriler werdende Gärten und Grünanlagen und die weitere Ausräumung der freien Landschaft. Der Klimawandel erledigt den Rest! Während das Nahrungsangebot im Juni noch äußerst üppig ist und die Insektenvölker stark wachsen, wird Ende Juli die Nahrung für Hummeln bereits knapp. Der Nahrungsmangel betrifft alle Blütenbesucher. Dass vor allem Hummeln vom Massensterben betroffen sind, liegt an deren Sammelstrategie. Hummeln legen anders als Honigbienen kaum Vorräte an. Außerdem gewöhnen sie sich nur sehr langsam an neue Pflanzen.


Im Gegensatz zur hochgiftigen „Falschen Witwe“, die sich hervorragend an umwelt- und klimatische Bedingungen anpasst. Die Giftspinne hat von ihrer Heimat Madeira bereits Europa erobert und taucht inzwischen vermehrt in Luxemburg auf. Experten zufolge ist die Giftspinne nach der „Nosferatu-Spinne“ der nächste achtbeinige Krabbler, mit dem es zusammenzuleben heißt. Die „Falsche Witwe“ kommt nicht in Bananenkisten, sondern über den Pflanzenhandel nach Luxemburg. Laut Fachmagazin „NeoBiota“ haben sich direkt zwei unterschiedliche Populationen der „Falschen Witwe“ in Gartencentern angesiedelt.


Aggressiv ist die Giftspinne nicht, aber sie sucht die Nähe zu menschlichen Behausungen. Um sich in Lagerräumen und Garagen zu verstecken. Allerdings lieben diese Spinnen auch unaufgeräumte Wohnungen, Schubladen und Kleiderschränke. Und dabei kommt es dann zum ungewollten Aufeinandertreffen zwischen Mensch und Giftspinne. Wenn sie zubeißt, verspürt der Gebissene einen Schmerz, der einem Wespenstich ähnelt. Nicht ihr Gift, sondern der Biss selbst kann für den Menschen sehr, sehr unangenehm werden. Denn an den Beißwerkzeugen haften mehr als 22 Bakterien-Arten, von denen für Menschen zwölf potenziell krankmachend sind. Einige davon sind zudem multiresistent, was bei einer Infektion der Bissstelle zur Amputation betroffener Gliedmaßen bis hin zum Tod führen kann.


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