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Justiz: Das ist keine Verhältnismäßigkeit mehr!

Aktualisiert: 30. Juni 2023


Nein, das war absolut kein Kavaliersdelikt! Der Betrug von hilflosen Personen ist widerlich! Das steht außer Frage. Doch was Luxemburgs Justiz der 40-jährigen Frau aufbrummte, schoss völlig über das Ziel hinaus. Denn entlastende Fakten blieben offensichtlich völlig unberücksichtigt.


Sechs Jahre Haft, davon zwei auf Bewährung. 87.900 Euro Schadenersatz an ihre Opfer. Gemessen an anderen Betrugsfällen, die oft mit Bewährungsstrafen enden, ein sehr hartes Urteil. Die Taten der 40-Jährigen wiegen durchaus schwer. Schließlich hat sie innerhalb von acht Jahren neun Senioren um 380.000 Euro betrogen.


Doch die Richter berücksichtigen offensichtlich entlastende Momente nicht, sonst hätte keine so hohe Haftstrafe herauskommen können. Zum einen war die Frau nie vorbestraft und hatte einen Mittäter – ihren Mann. Doch der wurde noch nicht einmal angeklagt. Dabei war ersichtlich, dass die Frau in einem sehr starken Abhängigkeitsverhältnis zum Mann stand. Denn die Beute musste sie ihrem Mann, der nie gearbeitet hat, aushändigen.

Das macht dieses harte Urteil erst recht unverständlich.


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