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Jawohl, es gab mal Nostalgie und sogar Charme am Bahnhof

Das LESERFORUM von „Privat“


Angelehnt an den sehr guten Leserbrief von Frau Silvie Scholtes aus Bonneweg im L.W., der die vielen Vorzügen des Bahnhofsviertel sehr gut unterstreicht.


Ja dem kann ich nur zustimmen, da ich dort selber während 29 Jahren Bewohner einer Etagenwohnung war.


Das Bahnhofsviertel hatte durchaus seinen Charme und bot auch viele Vorzüge, wie guten Zugriff auf Bus und Bahn.


Dort konnte man auch ohne das Statussymbol Auto der Luxemburger gut leben.


Dem Beitrag von Frau Silvie aus Bonneweg möchte ich aber noch einige der vielen urigen Cafés des Bahnhofsviertels, wie „de Café de l’Avenue beim Roger, an de Café um Ronnen Desch och an der av. Liberté“, oder „de Café beim Jéiss mat Kélubunn op der schwarzer Breck fir op Bonneweg“ hinzufügen und dann noch das schöne Geschäft den „Economat“ am Strassburgerplatz von Pol Henricy, das schon am 31. Oktober 1999, wegen der miserablen Verkehrslage im Viertel, für immer seine Türen schloss, sowie zuletzt noch „d’Eisebunner.Coppérative vu Bouneweg“, heute „de Cactus vu Bouneweg“, und noch zum Schluss das „Cactus Marché“ in der Strassburger-strasse, das es heute noch immer gibt.


Aber heute bietet das Bahnhofsviertel wahrlich ein trauriges Bild, denn was sich heute dort abspielt am hellen Tage in der Mittagsstunde, entbehrt jeder Zivilisation und meiner negativsten Vorstellung eines zivilisierten Landes.


Ein Bild der Schande in dem so reichen Luxemburg und im Blickfeld der Visitenkarte des Bahnhofes und das alles an einer Schule für Kleinkinder.


In einem Land wo Cannabis zum Genusskonsum legalisiert wird, tut mich das nicht mehr wundern.


Pol Sassel

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