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Heeschlidd: Serge Tonnar agiert wie ein pubertärer Jugendlicher


Keine Ruhe an der „Kulturkrieg“-Front zum Reizthema Betteleiverbot. Der von Innenminister Léon Gloden für sein dümmliches Gedicht und seine Fotomontage des Ministers als Obdachloser gescholtene Serge Tonnar tritt noch einmal ordentlich nach. Obwohl eine deutliche Mehrheit der Luxemburger das konsequente Durchgreifen des Innenministers befürworten und Tonnars Gedicht überhaupt nicht gut fanden. Der vermeintliche Musiker und Künstler lässt aber nicht locker. Er veröffentlichte trotz der massiven Kritik ein weiteres „Kunstwerk“, das sogenanntes „Heeschlidd“.


Ob Tonnar nicht verstanden hat oder einfach nicht verstehen wollte, dass das „Heescheverbuet am Liichtmëssdag“ überhaupt nicht existiert, ließ er wie ein verärgerter, pubertärer Jugendlicher seinem Frust freien Lauf. Zur Weise des Lieds „Léiwer Herrgottsblieschen“ machte er seinen eigenen, wiederum sehr grenzwertigen Text.


Beschimpfte, wie für pubertierende Jugendliche üblich, „déck Politiker“ die nur für „Geldsak“ und „déi Räich“ da wären. Bettler verrecken ließen. Perfide insbesondere die Sätze: „Verschwannt der net bal, mir maachen iech kal“ sowie „Verschwannt der net gewëss, da kritt der eng gutt op d'Schnëss!“


Auch deutlich herauszulesen: Tonnar fühlt sich als Kritiker von Gloden von den „dicken Politikern“ verfolgt. Mit dem Lied manövrierte sich Serge Tonnar weiter ins gesellschaftliche Abseits. Unzählige Luxemburger empfinden inzwischen wie Guy Krier: „Oh Tonnar, freiër war ech Fan vun déngen Lidder, mais an der Läscht méchs de nach jhust Scheiss.“ Unterstützung erhält der vermeintliche Künstler nur noch von sogenannten „Kunstverstehern“, mit dabei Ex-Kultur- und Justizministerin Sam Tanson (Déi Gréng).

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