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Goethe war gut!

Und was tun wir heute unserer Baukultur in Luxemburg an?


Prolog: Was will uns Goethe mit Faust sagen?


Mit der Figur des Faust hat Goethe den Entwurf eines modernen Menschen geschaffen. Und dieser moderne Mensch will immer mehr: mehr Wissen, mehr Geld, mehr Sex. Der Kick kann nicht groß genug sein. Grenzen akzeptiert er nicht.


Rastlos hetzt er von einem "Event" zum anderen. Sein Versuch, Fesseln von Glauben, Tradition und Natur abzustreifen, muss scheitern. Zufrieden ist er nie. Gewissenlos zerstört er sogar das, was ihn am Leben hält.


Das merkt man auch an folgendem Problem:


Mangel an bezahlbarem Wohnraum ist wohl ein Problem von heute hier in Luxemburg. Aber woher kommt das Problem?


Erstens durch den Wachstum , aber nicht durch Wirtschaftswachstum, sondern durch den Bevölkerungswachstum! Von wem? Bestimmt nicht durch die Bevölkerungsexplosion der Luxemburger?


Schön und gut, aber rechtfertigt das unsere schönen Dörfer und idyllischen Städte durch massive Zu-betonierung mit quadratischen und rechteckigen Wohnblöcken, nach dem Modell „Container“ zu verschandeln?


Modelldörfer Lellingen im Kischpelt und Christnach bei Waldbillig waren wunderbare Beispiele dafür wie in den 80-90-ziger Jahre noch unsere luxemburgische Baukultur respektiert und renoviert wurde.


Noch heute gilt mein grösster Respekt an den Mann der das vielfach ermöglichst und unterstützt hat: Professor für Kunsterziehung und Verwaltungsdirektor Georges Calteux.


Er war von 1982-2004 „Conservateur en chef du Service des sites et monuments nationaux“.


An solchen Spezialisten und an solcher Art und Weise mit unserer Baukultur und unseren Dörfern umzugehen fehlt es heute in Luxemburg und in der Regierung und in unserem staatlichen Verwaltungsapparat.


Pol Sassel

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