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Erbgroßherzogin Stéphanie: Sorge um mögliche Wochenbettdepression?

Aktualisiert: 30. Juni 2023

Gespräch mit Hebammen in Ettelbrück



Nur noch wenige Tage bis zur Geburt des zweiten Kindes. Da kam der offizielle Besuch, übrigens der letzte vor der Schwangerschaftspause, der Erbgroßherzogin als Schirmherrin der Luxemburger Hebammenvereinigung (ALSF) im Centre Hospitalier du Nord in Ettelbrück (CHN) genau richtig. Stéphanie nahm bei dieser Gelegenheit an einem runden Tisch mit Hebammen teil. Sie ließ sich die Betreuung und Durchführung einer außerklinischen Geburt genaustens erklären.


Doch beim Treffen ging es auch um die psychosoziale Nachsorge von Müttern nach der Geburt. Besonders interessierte sich Stéphanie für das Thema Wochenbettdepression. Macht sich die Erbgroßherzogin etwa Sorgen über eine postpartale Depression nach der Geburt ihres zweiten Kindes? Jedenfalls ließ sich Stéphanie das Thema vom Gynäkologen und Generaldirektor des CHN, Dr. Paul Wirtgen ganz genau erläutern.

Dabei erfuhr die Erbgroßherzogin, dass zehn Prozent der Luxemburger Mütter von postpartalen Depressionen betroffen sind, wobei keine depressiven Vorerkrankungen vorliegen müssen. Die Symptome der Wochenbettdepression unterscheiden sich nicht von denen einer Depression in anderen Lebensphasen. Zu den Hauptsymptomen gehören Niedergeschlagenheit, Interessenverlust, Freudlosigkeit oder Antriebsmangel.

Bei Stéphanie liegen allerdings nur sehr wenige Risikofaktoren für eine postpartale Depression vor. Körperliche Anzeichen einer vermeintlichen Depression wie Schlaflosigkeit, Gewichtsverlust oder Appetitstörungen können auch unabhängig von einer Depression auftreten – bedingt durch die besonderen Umstände im ersten Jahr nach der Geburt.

Hebammen weisen aber auch darauf hin, dass man eine vermeintliche Wochenbettdepression nicht mit einem sogenannten Babyblues verwechseln sollte. Etwa die Hälfte aller Mütter ist in den ersten Tagen nach der Geburt davon betroffen. Typisch für einen Babyblues sind ein Stimmungsabfall oder auch starke Stimmungsschwankungen. Im Unterschied zu einer Depression treten diese Symptome aber nur vorübergehend und mit nur leichtem Verlauf auf. Nach spätestens zwei Wochen sollte der Babyblues vorbei sein.

Doch es drehte sich nicht nur alles um eine mögliche Wochenbettdepression. Bei diesem Treffen wurden auch andere Themen besprochen, wie zum Beispiel der Mangel an medizinischem und pflegerischem Personal. Nach dem Treffen besuchte Erbgroßherzogin Stéphanie den Kreißsaal des CHN. Der war ihr durchaus vertraut, weil sie vor fast drei Jahren Prinz Charles im Kreißsaal zu Welt brachte. Allerdings in der Maternité Grand Duchesse Charlotte in Luxemburg.

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