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Erbgroßherzogin Stéphanie: China-Massage auf Steuerzahler-Kosten


Da hat es sich die Erbgroßherzogin Stéphanie in der Wellness-Oase eines chinesischen Luxushotels richtig gut gehen lassen. Leider „vergaß“ Stéphanie bei der Abreise die Massage-Rechnung zu zahlen. Den offenen Betrag musste das Wirtschaftsministerium übernehmen – also der Luxemburger Steuerzahler.


Die peinliche Angelegenheit liegt schon einige Jahre zurück, kam jedoch erst jetzt ans Licht. Das Luxemburger Online-Journal „reporter.lu“ pflückte die Spesenabrechnungen des ehemaligen Wirtschaftsministers Etienne Schneider auseinander, der es sich bekanntlich auf Dienstreisen, fast immer in Begleitung seines heutigen Ehemanns Jérôme Domange, ausgesprochen gut gehen ließ. So auch bei einer Wirtschaftsmission nach Hongkong und Shanghai im April 2016.


Bei besagter Chinareise stand auch eine Massage von knapp 200 Euro auf der Hotelrechnung. Auf Nachfrage der Journalisten von „reporter.lu“ stellte das Wirtschaftsministerium klar, dass nicht Etienne Schneider, sondern Erbgroßherzogin Stéphanie die Massage in Anspruch genommen habe. Sie hatte damals ihren Mann Guillaume, der der Luxemburger Wirtschaftsdelegation angehörte, begleitet. Weiter teilte das Wirtschaftsministerium mit, dass die Rechnung bei der Abreise noch offen war. Nicht beantwortet wurde allerdings die Frage, ob der großherzogliche Hof die Summe inzwischen erstattet habe. Schließlich handelt es sich um Geld des Luxemburger Steuerzahlers.

Die Luxus-Hotels, in denen der Wirtschaftsminister und der Erbgroßherzog mit Partnern bei solchen Reisen abzusteigen pflegen, verkörpern nicht nur luxuriöse Eleganz, sondern verfügen auch über eine umfangreiche Kollektion von Wellness-Ressourcen. Scheinbar hat Stéphanie die Gunst der Stunde genutzt und sich eine exklusiven China-Massage mit eigenem Masseur gegönnt, die in solchen Häusern sogar rund um die Uhr über einen 24-Stunden-Wellness-Concierge-Service zur Verfügung stehen.


Die China-Massage ist eine Behandlungsmethode aus der traditionellen chinesischen Medizin, die auf dem Konzept basiert, dass Energiebahnen den Körper durchziehen und die Lebensenergie transportieren. Die chinesische Massage soll durch unterschiedliche Grifftechniken den Fluss der Lebensenergie sowie des Blutkreislaufs anregen und Blockaden im Energiefluss des Körpers lösen.


So hat sich Stéphanie, ausgehend von der Rechnung, von einem persönlichen Masseur in einem wohlig warmen Raum zu ruhigen, sanften Klängen mit intensiven Knetungen, mit gezielten, tiefreichenden Griffen an Triggerpunkten von Muskel-, Bindegewebe und Faszienbereichen mindestens eine halbe Stunde verwöhnen lassen. Jedenfalls dürfte die Erbgroßherzogin danach völlig entspannt gewesen sein. So entspannt, dass sie beim Check-Out aus dem Hotel die Zahlung der Massage vergessen hat.


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