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Eine Lehrerin zum Kotzen!


Man sollte die Menschen nie vorverurteilen. Dachte ich bei mir, als ich meine Nachbarin, eine Lehrerin an der früher mal als Primärschule bezeichneten Wissensakademie aus Kleinbettingen, forschen Schrittes vor meiner Haustür auftauchen sah. Die einzige Dame aus der Nachbarschaft, die kein Wort, keine Geste, zum Tode meiner Ehefrau zum Ausdruck gebracht hatte. Ich öffnete und sprach ein freundliches „Hallo“. Doch ihr bis dahin eher neutraler Blick wurde urplötzlich feindselig, hart, unangenehm.


-Dieses Auto da muss weg, brachte sie hervor und zeigte auf einen Kleinwagen, der schüchtern am extremen Ende ihres Hauses umgebenen Parkplatzes stand. Sofort!

Ich blickte in stur fixierte Augen mit erweiterten Pupillen und musste mir die Aufforderung, diesen Wagen unverzüglich wegzufahren, noch einmal anhören.


-Ist nicht meins. Da kann ich Ihnen nicht helfen.


Inzwischen war meine Putzfrau in meinem Rücken aufgetaucht. Sie sagte, sie würde sich kümmern, es sei ihr Auto, das da mutterseelenallein herumstand.


-Stört dieser Wagen Sie wirklich, wollte ich jetzt wissen?


-Das tut nichts zur Sache, war die Antwort. Fahren Sie ihn einfach weg! Sagte es und verließ fluchtartig den Ort der „Auseinandersetzung“.


Und ich versuchte nicht an die in ihrer Obhut stehenden Kinder zu denken, denen diese traurige Gestalt Schritte des Lebens beibringen soll.


Übrigens: kein Wort der Solidarität, der Empathie, des Mitgefühls zum Tode meiner Frau.

Und nochmals: diese Nachbarin soll Pädagogin sein…

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