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Braderie bei der Staatsbürgerschaft


Luxemburg verschleudert seine Pässe. 11.904 Personen erhielten laut Justizministerium letztes Jahr die Luxemburger Staatsbürgerschaft. Doch nur 1.199 von ihnen haben das obligatorische Einbürgerungsverfahren durchlaufen! Keiner der fast 10.000 restlichen Luxemburger „Neubürger“ haben hingegen je eine Prüfung der luxemburgischen Sprache bestanden, oder am obligatorischen Kurs „Vivre ensemble au Grand-Duché de Luxembourg“ teilgenommen!


Sie bekamen die Staatsbürgerschaft einfach so. Wie bei einer Braderie gehen in Luxemburg offensichtlich die Pässe über den Ladentisch. Ein „Ahnenschein“ reicht. Wer nämlich bis zum Stichtag 1. Januar 1900 einen Luxemburger Vorfahren nachweisen kann, bekommt die begehrte Staatsbürgerschaft „geschenkt“. Offensichtlich hat sich dieses völlig unkomplizierte Einbürgerungsverfahren bis nach Brasilien herumgesprochen.


Denn mit 4.404 Personen, also rund 37 Prozent aller Staatsbürgerschaften, erhielten die Brasilianer die meisten Luxemburger Pässe. Mehrheitlich ohne Luxemburg überhaupt zu kennen. Die meisten wissen nicht einmal, wo das Ländchen in Europa liegt. Geschweige, wie die Menschen dort leben. Die zweitgrößte Gruppe kommt mit 1.237 Personen aus Portugal, gefolgt von 1.131 Franzosen.

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